Startschuss für die Weiterbildung „Fachkraft Kartoffel“: Theorie und Praxis erfolgreich kombiniert


Mit dem ersten Modul in Hermannsburg ist in dieser Woche die diesjährige Weiterbildung zur „Fachkraft Kartoffel“ des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes e.V. (DKHV) gestartet. Rund 20 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet, von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern bis hin zu erfahrenen Branchenfachleuten, nutzten die zweitägige Veranstaltung, um ihr Fachwissen rund um die Kartoffel zu vertiefen und praxisnahe Einblicke entlang der Wertschöpfungskette zu gewinnen.

Zum Auftakt vermittelte Katrin Mauthe vom DKHV grundlegende Kenntnisse zu Herkunft, Botanik und Anbaubedingungen der Kartoffel in Deutschland. Anschließend gaben externe Referenten sowie Lehrsachverständige einen umfassenden Überblick über Anbauverfahren, Wachstumsbedingungen, Qualitätsanforderungen und Fruchtfolgesysteme.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Pflanzenschutz. Dabei wurden wichtige Schaderreger und Krankheiten der Kartoffel sowie die fachgerechte Feldbestandsbegutachtung nach den Berliner Vereinbarungen praxisnah erläutert.

Am Nachmittag stand die Anwendung des erlernten Wissens im Mittelpunkt. Im Lehr- und Schaugarten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen demonstrierte Carsten Tschentscher anhand verschiedener Bestände die Unterschiede zwischen gesunden und befallenen Pflanzen und erläuterte typische Schadbilder. Die direkte Verknüpfung von Theorie und Praxis machte die Inhalte für die Teilnehmenden besonders anschaulich und nachhaltig erfahrbar.

Für zusätzliche Praxisnähe sorgte Lehrsachverständiger Nikolaus Schackmann mit umfangreichem Anschauungsmaterial zu krankheitsbedingt geschädigten Kartoffelpflanzen und Knollen. „Mir ist es wichtig, Begeisterung für die Kartoffel weiterzugeben, und genau das ist uns in diesen beiden Tagen gelungen“, betonte Schackmann.

Der anschließende Gesellschaftsabend bot Gelegenheit zum persönlichen Austausch und förderte die Vernetzung innerhalb der Branche.

Am zweiten Seminartag widmete sich Lehrsachverständiger Max Schümann den aktuellen Entwicklungen in der Kartoffelzüchtung. Neben modernen Züchtungsverfahren standen insbesondere die Herausforderungen der Züchtungsarbeit sowie die Bedeutung der Erhaltungszucht im Fokus.

Die Rückmeldungen zum ersten Weiterbildungsmodul fielen insgesamt positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die hohe Fachkompetenz der Referierenden, die Praxisnähe der Inhalte sowie die gelungene Verbindung von Theorie und Anwendung. „Die Referenten haben das Fachwissen mit eigenen Erfahrungen und anschaulichen Beispielen hervorragend vermittelt“, resümierte ein Teilnehmer. Die Weiterbildung wird im Herbst mit dem zweiten Modul in Mönchengladbach fortgesetzt. Informationen zur Qualifikation „Fachkraft Kartoffel“ sowie zur Anmeldung für den nächsten Lehrgang sind auf der Website des DKHV erhältlich.

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Jutta Becker-Ritterspach
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